Pareto unchained

Die EU - ernten was man sät

„Was der Mensch sät, das wird er ernten.“ Diese alte biblische Weisheit verliert nie ihre Gültigkeit. Genau das beobachten wir heute: Die unkritischen EU-Befürworter fahren nun unweigerlich die bittere Ernte für all das ein, was sie selbst über Jahrzehnte hinweg kultiviert haben.

markusturm

July 10, 2026 · 3 min read

Persönlichkeiten wie Martin Sonneborn werden mittlerweile als Helden gefeiert, weil sie sich einer EU entgegenstellen, die immer totalitärere Züge annimmt. Das jüngste und erschreckendste Beispiel dafür ist die geplante Chatkontrolle: Hier wurde offenkundig so lange abgestimmt, bis das gewünschte Ergebnis endlich auf dem Tisch lag.

Fast völlig unter dem Radar fand noch eine zweite Abstimmung statt, über die kaum jemand spricht: Mit 416 zu 169 Stimmen wurde der Weg für den digitalen Euro freigemacht. Verkauft wird den Bürgern dieses Projekt praktischerweise als notwendige Antwort auf die Übermacht der US-Tech-Giganten. In letzter Konsequenz bedeutet das jedoch etwas ganz anderes: Das Konto für den digitalen Euro wird direkt mit eurer digitalen ID verknüpft – natürlich ganz im Namen eurer „Sicherheit“.

Doch wie konnte es überhaupt so weit kommen? Hätte man die Zeichen nicht schon viel früher erkennen müssen? Das hätte man durchaus – doch die Kritiker wurden systematisch verunglimpft. Das zentralistische Gebilde der EU war und ist gerade für Menschen wie Martin Sonneborn eine heilige Kuh. Man hat mit der EU ein Monster erschaffen, das nun seine Krallen ausfährt. Die Fanboys unterlagen dabei jedoch einem gewaltigen Irrtum: Sie dachten, sie würden dieses Monster kontrollieren, und nicht andere.

"Das Konstrukt EU funktioniert, es ist nur mit den falschen Leuten besetzt" Martin Sonneborn im Deutschlandfunk

Für Menschen seines Schlags stellt ein totalitäres, zentralistisches Gebilde grundsätzlich gar kein Problem dar – in ihren Augen sitzen aktuell schlichtweg nur die Falschen an den Schalthebeln der Macht. Um das zu rechtfertigen, wittern diese Zentralismus-Fanboys bereits die nächste Verschwörung: Schuld seien natürlich nicht die Politiker in Brüssel und Straßburg, sondern mächtige US-Konzerne, die aus dem Hintergrund die Strippen zögen.

"Europa wird lange brauchen, um sich von Ursula von der Leyen zu erholen"  Martin Sonneborn

In ihren Augen ist nicht das undemokratische Konstrukt der EU das Problem – dieses von den Bürgern und ihrem Willen völlig entkoppelte Bürokratiemonster. Nein, das System ist angeblich gut, es stehen schlichtweg nur die falschen Leute an der Spitze.

Amüsant an Menschen wie Martin Sonneborn ist jedoch, dass sie Einsichten oft als große Offenbarung präsentieren, die eigentlich längst bekannt sind. Exakt diese Bedenken wurden schon bei der Einführung eines anderen zentralistischen Projekts – dem Euro – immer wieder laut. Aber manche Menschen müssen diese Erfahrungen eben erst noch einmal selbst machen, um am Ende festzustellen:

*„Eine zentrale Erkenntnis sei für mich gewesen, wie unterschiedlich die 28 Mitgliedsstaaten doch seien: Ich glaube, Nordeuropäer und Südeuropäer verbindet gar nicht so viel.“ **Martin Sonneborn***

Dies gilt im übrigen auch für die BRD, da hat der Süden auch wenig mit den Berliner Sozialisten gemeinsam, eine Zusammenbruch der BRD ist leider nur noch unrealistischer als ein Zusammenbruch der EU.

Menschen wie Martin Sonneborn sind reine Zeitverschwendung. Anstatt uns mit ihnen aufzuhalten, sollten wir unsere Energie lieber darauf verwenden, völlig neue, alternative Systeme aufzubauen – Strukturen, die sich der Kontrolle von oben entziehen. Sei es bei unserem Geld oder in unserer Kommunikation: Der parlamentarische Weg ist letztlich nichts anderes als eine Ablenkung, wenn ich Ablenkung brauchen sollte schau ich dann doch lieber Fußball.

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Comments (2)

DrShift · Jul 10, 2026

Nachteule · Jul 10, 2026

Auf den Punkt gebracht. Danke.

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