₿ Bitcoin Daily

Midterm, Bhutan, Paraguay

Bitcoin zurück über 80.000 Dollar: Märkte schütteln Midterms ab – und Europa schärft die Meldepflichten

Nach dem Midterm-Tief bei rund 75.700 Dollar notiert Bitcoin am Donnerstagmorgen wieder klar über 80.000 Dollar. Anleger verdauen den Demokraten-Sieg, einen bestätigten Banken-Hack und die Frage, ob Self-Custody in Frankreich und Österreich bald zur Meldepflicht wird. Gleichzeitig setzt Bhutan auf Bitcoin als Zentralbank-Reserve – und in Paraguay zeigt eine Bankenkrise, warum Selbstverwahrung zählt.

Der Kurs: Rebound über 80.000 Dollar#

Ein Bitcoin kostete am Donnerstag, 5. November 2026, gegen 06:09 Uhr (MEZ) 80.393 US-Dollar beziehungsweise 71.381 Euro. Das ist ein Plus von rund 4,1 Prozent in Dollar und 3,8 Prozent in Euro gegenüber dem Vortag. Nur eine Nacht zuvor war der Kurs im Midterm-Tief bis etwa 75.700 Dollar gefallen.

Bitcoin ist nach dem Wahlsieg der Demokraten in beiden Kongresskammern wieder über 80.000 Dollar gestiegen. Die Märkte haben anscheinend eine politische Blockade bereits eingepreist. Short-Positionen wurden laut Branchenschlagzeilen in Größenordnung von rund einer Milliarde Dollar liquidiert, als der Kurs die runde Marke zurückeroberte.

„There are no sellers left in crypto“

Dazu passt auch die Nachricht das Strategy-Vorzugsaktien STRC erstmals seit Mitte Mai wieder bei 100 Dollar gestiegen sind – dem Kurs, bei dem neue Emissionen und damit frische Kaufkraft für Bitcoin-Käufe wieder attraktiver werden.

Europa: Self-Custody unter Beobachtung#

Frankreichs Nationalversammlung hat am 3. November mit 150 zu 44 Stimmen (8 Enthaltungen) einen Änderungsantrag verabschiedet: Selbstverwahrte Krypto-Wallets ab einem Gesamtwert von 100.000 Euro sollen den Steuerbehörden gemeldet werden. Wer nicht meldet, riskiert bis zu 10.000 Euro Strafe. Die Regelung ist Teil des Haushaltsentwurfs 2027 oder auch nicht.

Denn schon einen Tag später lehnte die Nationalversammlung den gesamten Einnahmenteil des Haushaltsentwurfs für 2027 ab, womit auch die Meldepflicht wieder aus dem Entwurf herausfiel.

Ihr solltet mit solchen Meldungen vorsichtig sein, oft wird hier versucht viel Aufmerksamkeit abzugreifen.

In Deutschland fordert Max Lucks von den Grünen eine Senkung der Höchststeuersatz auf Bitcoin-Spekulationen von derzeit 42% auf 25%. Dafür soll die Steuer für Kleinsparer auf 26,5% steigen.
Was auch Sinn ergibt wenn man bedenkt wer die Grünen wählt, die Kleinsparer sind es meist nicht.

Bhutan und Paraguay: zwei Seiten derselben Medaille#

Ein Königreich geht einen anderen Weg, hier darf eine Zentralbank ausdrücklich in Bitcoin investieren. Ganz anders Paraguay: Die Ueno-Bank steht unter Zwangsverwaltung, Millionen Kunden sind gesperrt, die Krise weitet sich aus.
In Paraguay ist Cash aber noch immer King und fat 40% der Einwohner haben überhaupt kein Bankkonto.

Für Bitcoiner ist die Lehre alt und aktuell: Ein Konto bei der Bank ist ein Versprechen der Bank – ein UTXO auf der eigenen Wallet ist Eigentum im Netzwerk.

Fazit#

Bitcoin über 80.000 Dollar nach einer Wahlnacht, die Aktienfutures und Krypto kurz gemeinsam nach unten zog, ist ein starkes Signal. Gleichzeitig erinnern Frankreichs Meldepflicht, Paraguays Bankenchaos und Bhutans Reserve-Dekret daran, dass der eigentliche Vorteil von Bitcoin nicht der Tageskurs ist, sondern die Möglichkeit, Vermögen ohne Erlaubnis zu halten.

Technik

Great Consensus Cleanup: Was Bitcoin-Technik diese Woche bewegt#

Matt Corallo gibt dem „Great Consensus Cleanup“ rund 80 Prozent Chance als nächster Soft Fork – weniger Revolution als Aufräumen. Coinbase betont 99 Prozent Offline-Verwahrung, und Spiral fragt, was nach dem Speichern von Wert als Nächstes kommt.

BIP-54: Soft Fork als Übungslauf#

Laut Decrypt sieht der langjährige Bitcoin-Entwickler und BIP-54-Mitautor Matt Corallo eine etwa 80-prozentige Chance, dass der „Great Consensus Cleanup“ – erstmals 2019 vorgeschlagen – Bitcoins nächster Soft Fork wird. Es geht um vier Altlasten, bei denen sich die Entwickler weitgehend einig sind: poison blocks, time-warp-Bugs, Merkle-Malleabilität und doppelte Coinbase-Transaktionen. Nichts davon ist akut brandgefährlich, aber alles ist real.

Paul Sztorc von LayerTwo Labs nennt die mögliche Aktivierung

„kind of depressing, since it is a janitorial maintenance fork that doesn't do anything“

Hausmeisterarbeit statt Feature. Genau darin liegt für Corallo und andere der Sinn: Die Community übt wieder das Activation-Playbook, bevor größere Änderungen anstehen. Die frühesten Schätzungen liegen bei September 2027, die meisten Stimmen bei 2028 oder später.

Coinbase nach dem Binance-Hack#

Nach dem 6,4-Milliarden-Hack bei Binance betont Coinbase laut Decrypt, mehr als 99 Prozent der Kundenvermögen lägen offline in Cold Storage. Dazu kämen Split-Keys, Withdrawal-Limits, Anomalie-Erkennung und Kill-Switches, die Signing-Keys offline nehmen können. Kundengelder seien 1:1 hinterlegt. 

Fazit#

Die Technik-Nachrichten ergänzen sich: Das Basisprotokoll räumt Altlasten auf und übt Upgrades, Wallets werden schwellenfähig und privater, Börsen betonen Cold Storage.

Community

Varoufakis/DiEM25#

Der Steinzeit-Sozialist und Bitcoin-Kritiker Varoufakis bettelt auf X um Geld weil ihnen die Konten gesperrt wurden. Wenn es da nur ein Netzwerk geben würden ... Naja, wenn er nicht so ein Idiot wäre, wäre er auch kein Sozialist.

#

Inhalt

10 Abschnitte

  1. Der Kurs: Rebound über 80.000 Dollar
  2. Europa: Self-Custody unter Beobachtung
  3. Bhutan und Paraguay: zwei Seiten derselben Medaille
  4. Fazit
  5. Great Consensus Cleanup: Was Bitcoin-Technik diese Woche bewegt
  6. BIP-54: Soft Fork als Übungslauf
  7. Coinbase nach dem Binance-Hack
  8. Fazit
  9. Varoufakis/DiEM25

Übermarkusturm

#Bitcoin | Austrian Economics | Laissez-Faire Radical I @_einundzwanzig_ |

lebenaufbitcoin.space

Unterstütze markusturm

Ein Zap kommt direkt bei markusturm an. Ohne Nostr-Konto kopierst du einfach die Lightning-Adresse.

Lightning-Adressemarkusturm@primal.net

Kommentare

Noch keine Kommentare. Schreib den ersten.

Neu in diesem Blog