Äußere Dinge, die du nicht kontrollieren kannst
Warum lösen neue „Gesetze“ so oft Angst oder Unruhe in dir aus? Der Grund dafür liegt in einer fundamentalen Täuschung: Wir wurden darauf konditioniert, den Staat wie ein physikalisches Naturgesetz zu betrachten – unausweichlich wie die Schwerkraft. Doch hier liegt der Denkfehler. Die Schwerkraft funktioniert völlig unabhängig davon, ob du an sie glaubst oder nicht. Der Staat hingegen existiert ausschließlich dort, wo Menschen ihm Glauben, Respekt oder Angst entgegenbringen. Als greifbare, objektive Realität gibt es ihn nicht. Ähnlich wie Religionen oder Ideologien lebt er einzig und allein als kollektives Konstrukt in den Köpfen der Menschen.
Wenn du deine wertvollste Lebensenergie – deine Zeit, deine Aufmerksamkeit, deine Emotionen – an ein System verschwendest, das du ohnehin nicht kontrollieren kannst, verpufft diese Energie im Nichts. Du nährst damit lediglich deine eigenen Ängste und die illusionären Konstrukte in dir. Warum also gegen Windmühlen kämpfen oder über ein System klagen, das sich so nicht ändern lässt? Lass es in Frieden und Gelassenheit los. Ignoriere die ständige Geräuschkulisse derer, die blind den vorgegebenen Skripten folgen. Zentriere dich, bewahre deine Energie und gehe unerschütterlich deinen eigenen Weg – mitten durch den Sturm.
Die Illusion des „Freiheitsverlusts“
Jedes neue „Gesetz“ ist keine Betonwand, die dir den Weg versperrt. Es ist eine abstrakte Regel. Wenn du die Perspektive wechselst, erkennst du: Es ist, als würden in der Natur neue Raubtiere auftauchen. Solange du achtsam bleibst und deine Umgebung verstehst, geschieht dir nichts.
Dein Leben gehört dir. Wenn du dich weigerst, in blindem Gehorsam zu erstarren, und stattdessen entschlossen deinen eigenen Weg gehst, behältst du die Kontrolle. Es erfordert lediglich kluges Handeln: Halte deine OpSec auf höchstem Niveau, naviviere clever um die Hindernisse staatlicher Vorschriften herum und lass dich nicht aus der Ruhe bringen. Warum solltest du dich Regeln beugen, denen du niemals zugestimmt hast?
Aktuell sehen wir das in der EU am Beispiel der Chatkontrolle. Doch das ist nur die Spitze des Eisbergs. Ein Drama jagt das nächste, denn jedes zentralisierte System befindet sich im permanenten Verfall. Das ist ein unaufhaltsamer Prozess; alles andere ist eine naive Utopie. Die Konsequenz daraus ist klar: Deine Angst und dein Respekt vor dem System sind die einzigen Werkzeuge, die es hat, um dich zu kontrollieren. Wenn du ihm diese Macht gibst, lebst du am Ende das Leben der anderen – entwurzelt und getrieben, und das beinahe völlig freiwillig.
Umgehe das System!
Nehmen wir zum Beispiel die „Chat-Kontrolle“. Wenn du dich nicht von anderen Instanzen kontrollieren lassen willst, solltest du souveräne Technologien besitzen und nutzen. Nutze Nostr, betreibe eine eigene Website oder Blog, verwende Signal, Bitcoin, Tor, VPN und Ähnliches. Entscheide dich für Souveränität statt für den Käfig.
In wenigen Schritten erkläre ich, was oft missverstanden wird:
- Verzichte auf Closed-Source-Systeme – denn sonst hast du keine echte Kontrolle über deine Hardware. Wenn du zum Beispiel Apple-Produkte nutzt, verwendest du immer nur die Software, die dir der Apple-Konzern gestattet. Und Apple fügt sich den Regulierungsbehörden und Bürokraten, unter deren Herrschaft du lebst. Als Apple-Nutzer bist du also darauf angewiesen, was Apple dir zugesteht; diese externe Instanz kann dir deine Zugriffsrechte jederzeit entziehen. Behalte die Kontrolle selbst in der Hand, etwa durch FOSS-Alternativen. Ich nutze GrapheneOS auf meinem Smartphone und habe es nie bereut. Hier kann ich zum Beispiel herunterladen, was ich will, ohne dass mich jemand aufhalten kann, denn ich kann jede beliebige .apk-Datei herunterladen und einfach installieren – ganz ohne Zugriff auf eine zentrale Stelle oder die Erlaubnis einer externen Instanz.
- Dezentrale Protokolle statt zentraler Plattformen – Betreiber zentraler Plattformen bestimmen, welche Inhalte wo und warum angezeigt, ausgeblendet oder gesperrt werden. Und auch hier gilt: Du bist auf einen externen Akteur angewiesen, um dessen Plattform für deine Zwecke zu nutzen. Du spielst im Sandkasten eines fremden Gartens. Die Leute beklagen lautstark den Verlust der Freiheit im Internet und kritisieren, dass Konzerne Algorithmen einsetzen, um unerwünschte Akteure von ihren Plattformen zu verbannen. Man hat sich so sehr an diesen Komfort im Käfig gewöhnt, dass man nun über Freiheitsverlust, Zensur, Sperren und die Kooperation der Plattformbetreiber mit staatlichen Stellen klagt. Nein, wir verlieren nicht die Freiheit des Internets – du entscheidest dich nur immer wieder für den Käfig statt für Souveränität. Verlasse die Plattformen und entdecke eine neue Ära der Freiheit. Du wirst die volle Kontrolle darüber haben, was, wo und wie du Inhalte mit anderen teilst. Nutze das Nostr-Protokoll – eine dezentrale Plattform, auf der euch niemand tatsächlich sperren kann und auf der ihr eure Daten und Inhalte stets selbst in der Hand habt.
- „Gesetze des Staates“ sind keine Naturgesetze – schränkt ein Gesetz deine Freiheit ein? Versuche herauszufinden, wie du es umgehen kannst, denn es gibt immer einen Weg. Wenn dir die Risiken zu hoch sind, ziehe einen Umzug in ein anderes Land in Betracht, um diese Risiken zu minimieren. Ein Beispiel: Angenommen, es würde ein Gesetz verabschiedet, das die Nutzung unabhängiger, dezentraler Plattformen wie Nostr oder SimpleX verbietet – und bei einem Verstoß drohen dir der Tod oder der Galgen durch das System –, dann würde ich persönlich lieber in ein anderes Land ziehen, um das Risiko zu verringern, als weiterhin in diesem gefährlichen, barbarischen Drecksloch zu leben.
Du kannst das System nicht ändern. Du hast die Regeln, an die du dich halten musst, nicht selbst aufgestellt. „Staatliche Gesetze“ sind keine Naturgesetze. Bleib in Bewegung und befreie deinen Kopf von diesen Hirngespinsten. Lebe dein Leben, sei souverän, verweigere den Gehorsam und spüre die Freiheit – ganz ohne Hirngespinste im Kopf.
„Fünf Minuten nach deiner Geburt entscheiden sie über deinen Namen, deine Nationalität, deine Religion und deine Glaubensrichtung, und den Rest deines Lebens verbringst du damit, Dinge zu verteidigen, die du dir nicht ausgesucht hast.“

