Die Meisterklasse im Top-Kaufen
Im Sommer 2025 war der Hype um Treasury-Firmen riesig. Nakamoto lieh sich massig Geld und pumpte es direkt in den Markt – allerdings mit dem Timing eines betrunkenen Dartspielers.
Das glorreiche Investment: 5.765 BTC für sagenhafte 679 Millionen US$
Der Einstiegskurs: Über 118.200 US$ pro Coin (quasi exakt das absolute Allzeithoch)
Das großspurige Ziel: "1 Million Bitcoin akkumulieren"
Kaum war der Deal durch, ging es erwartungsgemäß nur noch steil bergab. Die eigenen Investoren stießen die NAKA-Aktie panisch ab. Das Management bewies zudem ein ebenso schlechtes Händchen bei externen Investments in Metaplanet und Future Holdings AG – beides wurde natürlich mit saftigen Verlusten wieder abgestoßen.
Wenn die Krypto-Börse wegen Margin Call anruft
Aus den ursprünglichen 210 Millionen US$ Schulden wurde schnell ein gewaltiges Problem. Nakamoto brauchte Geld und besicherte einen Kredit bei der Krypto-Börse Kraken mit ihren Bitcoins (zu sportlichen 8 % Zinsen).
Als der Bitcoin-Kurs kürzlich unter die magische 60.000-US$-Marke krachte, klingelten bei Kraken allem Anschein nach die Alarmglocken. Das Resultat dieser brillanten "Hodl"-Strategie?
284 Bitcoin Notverkauf bei rund 70.000 US$ für "operative Ausgaben".
Weitere 600 Bitcoin wurden jetzt hastig verscherbelt, um wohl einer handfesten Liquidierung des Kraken-Kredits zu entgehen.
Der stolze Bitcoin-Bestand schrumpfte durch diese Panikverkäufe auf nur noch 4.467 BTC ab. Von den angepeilten 1.000.000 Coins bewegt man sich fröhlich im Rückwärtsgang weg.
Zitate für die Geschichtsbücher
Richtig absurd wird das Ganze, wenn man sich die öffentliche Kommunikation des Managements vor Augen führt:
"Heute haben wir die Bilanz von Nakamoto gestärkt, indem wir [...] einen Bestand von 4.468 BTC beibehalten haben." – David Bailey, Nakamoto-CEO (nachdem er gerade fast 900 Bitcoins am Markt abladen musste)
Auch Steven Lubka, der Vize-Präsident für Investor Relations, versicherte noch im letzten Sommer hochheilig, dass man gar keine Schuldenstruktur habe, die bei fallenden Kursen jemals zu Zwangsverkäufen führen würde. Tja, das Leben schreibt eben die besten Witze.
Ein Penny Stock am Abgrund
Nakamoto das perfekte Lehrbuchbeispiel dafür, wie man es nicht macht. Die glorreichen Restschulden von 165 Millionen US$ müssen bis 2027 auch noch irgendwie abgestottert werden.
Und die hauseigene NAKA-Aktie? Die ist um sensationelle 99,6 % vom Allzeithoch gecrasht und wurde nur durch einen Reverse Split vor dem gnadenlosen Rauswurf von der Nasdaq bewahrt. Top kaufen, Bottom verkaufen – Nakamoto hat den Code der Finanzwelt endgültig geknackt!

