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Warum "Bitcoin fixes this!" so klingt, als wäre die Sache erledigt, obwohl noch niemand etwas getan hat.
Ein Politiker wird gefragt, ob das Staatsgold noch da ist. Ein Mitarbeiter sei vor Ort gewesen und habe es gesehen, sagt er. Ein Datum nennt er nicht, einen Prüfbericht auch nicht. Nachsehen kann von außen niemand.
Dafür kennt jeder einen Satz: "Bitcoin fixes this!"
Der Satz benennt das richtige Problem. Nur setzt er ein Ding an die Stelle, an die ein Mensch gehört.
Drei Wörter, kein Handelnder#

Vorn im Satz steht ein Ding, und dieses Ding repariert etwas. Sonst reparieren Leute etwas, und dabei machen sie sich die Hände schmutzig. Der Mensch, der es tun müsste, kommt hier nicht vor.
Man sagt ja auch, ein Update fixt einen Bug. Nur hat das Update jemand geschrieben und jemand eingespielt, und genau das ist hier die offene Frage. Der Satz erklärt die Sache für erledigt, bevor jemand einen Finger gerührt hat.
Beim Gold lässt sich das durchspielen. Wer eine Node betreibt, muss keinem Politiker glauben. Er kann selbst nachrechnen, wie viele Bitcoin es gibt. Er muss dafür auch niemanden um Erlaubnis fragen. Das ist die Möglichkeit. Damit ist aber noch nichts nachgerechnet. Keine Node läuft, weil es sie gibt. Sie läuft, weil einer sie gestartet hat.
Bitcoin zu kaufen reicht dafür auch nicht. Man kann das alte Problem einfach mitnehmen. Das passiert, wenn die Bitcoin bei jemandem liegen, den man anrufen kann. Dann steht wieder dieselbe Frage im Raum: Ist es noch da? Und wieder sagt jemand ja. Der Name auf dem Briefkopf hat gewechselt, die Lage nicht.
Vor den großen Sachen macht die Formel auch nicht halt: "Bitcoin fixes War." Da ist sogar etwas dran. Bezahlt werden Kriege mit Geld, das jemand herstellt, ohne es vorher verdient zu haben. Nur kommt auch hier keiner vor, der etwas anders macht. Aufhören müsste jemand, der mitmacht.
Auch der berechtigte Fall rettet die Formel nicht#

"Häuser werden als Sparkonto benutzt. Bitcoin fixes this!"
Hier stimmt der Befund. Wer eine Immobilie kauft, hat abgewogen. Die anderen Möglichkeiten für sein Erspartes sagen ihm weniger zu. Kommt etwas dazu, das er höher schätzt, rechnet er neu. In Frage kommt Bitcoin für diese Aufgabe, solange er den Schlüssel selbst verwahrt.
Nur bleibt das Haus ein Sparkonto, solange niemand aufhört, es als eines zu benutzen. Die Existenz einer Alternative räumt keine Wohnung leer. Das entscheidet einer selbst. Es kostet einen Umzug, einen Makler und einen Schlüssel, den keiner für ihn aufbewahrt.
Am Übertreiben scheitert der Satz also nicht. Er trägt auch da nicht, wo er recht hat.
Ein besserer Satz liegt nahe. Man muss nur den, der etwas tut, an den Anfang setzen: "Ich fixe das mit Bitcoin!"
Dieser Satz ist unbequemer. Er nennt einen Menschen. Der setzt Zeit ein, rechnet selbst nach und kann niemanden anrufen, wenn etwas schiefgeht. Damit ist nichts erledigt. Es ist nur klar, wer dran ist.
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